FRANKREICH 2021 - DOs & DONTs

Im Frühling diesen Jahres verkündete mein Arbeitgeber Zalando die freudige Nachricht, dass wir alle in der ersten August Woche frei haben werden. Und das hieß für mich natürlich - oh, wo kann ich dann am besten hin und dort auch länger bleiben um von dort zu arbeiten? Die Wahl fiel auf Südfrankreich, um genau zu sein auf Biarritz.

Wer mich kennt, weiß, dass ich dort einmal für 7 Monate gewohnt und für eine bekannte Surfbrand gearbeitet habe. Daher verbinde ich mit diesem eh schon schönen Reiseziel auch noch ein paar persönliche Geschichten.

Hiermit möchte ich heute mit euch ein paar Do's und Don'ts für den nächsten Trip ins Baskenland teilen. Starten wir mal mit den Do's.


DOs IM BASKENLAND

1. GEHT ESSEN!

Es gibt nicht umsonst den Spruch "Leben wie Gott in Frankreich". Man kann im Baskenland wirklich (fast) überall richtig lecker im Restaurant essen. Die Preise sind etwa auf dem gleichen Level wie in Deutschland, aber dafür kann man mal Speisen ausprobieren, die es bei uns nicht so häufig gibt. Selbst das Bier ist ziemlich gut gewesen, auch wenn man das vielleicht nicht sofort mit Frankreich assoziiert. Für diejenigen unter euch, die Meeresfrüchte mögen, ist das Baskenland wirklich ein Paradis.

Austern, Muscheln, Tintenfische und Ceviche... mmmmmmmmmhhhhh.

Hier sind auch mal ein paar konkrete Adressen, die ich empfehlen kann:

  • Xibao Takeout am Plage de Lafitenia

  • Hétéroclito in Guethary

  • Ilunabar in Guethary

  • Au Fournil de la Licorne - Bäckerei in Bidart

  • Hiriartia in Ahetze


2. GEHT LEBENSMITTEL EINKAUFEN!

Ich bin wirklich ein großer Fan von französischen Supermärkten - meiner Meinung nach die besten in Europa. Der Carrefour in Saint Jean de Luz überwältigt einen echt mit der Auswahl. Die Fischtheke, Fleischtheke und Käsetheke haben echt alles was man sich wünscht für eine Kochsession in der eigenen Unterkunft. Es lohnt sich wirklich.



3. SUCHT EUCH STRÄNDE ABSEITS DER MASSEN!

Im August ist im Baskenland Hochsaison und an manchen Stränden hat man dann eher Sardinenfeeling statt Urlaubsfeeling. Daher empfehle ich euch, dass ihr lieber einen etwas weiteren Weg Richtung Hossegor in Kauf nehmt oder einen nicht ganz so gehypten Strand wählt.

Wir hatten sehr schöne Tage vor allem am Plage de Lafitenia und am Plage de Cenitz. Für diejenigen von euch, die surfen, gilt das Gleiche denn an so manchen Stränden sieht man das Wasser vor lauter Surfern nicht mehr.


4. SPRECHT FRANZÖSISCH - UN PEU!

Ihr müsst nicht fließend Französisch sprechen, aber ein paar Höflichkeitsfloskeln helfen wirklich. Ich muss sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass die Franzosen sehr sehr freundlich waren und uns gegenüber aufgeschlossen, selbst wenn wir Englisch oder nur gebrochen Französisch geredet haben. Auch beim Surfen im Line-up gab es wenig Probleme. Mit Lächeln, "Bonjour" zu den Locals und "Merci" kann man schon so ein paar Sympathiepunkte sammeln :)


5. FAHRT NACH SAN SEBASTIAN!

Ein kleines Tagestrip auf die spanische Seite des Baskenlandes lohnt sich durchaus. Innerhalb von 30-40 Minuten ist man von Biarritz aus dort und man erfährt direkt ein ganz anderes Flair.

Eine quirlige Stadt direkt am Meer, enge und lebendige Gassen in der Altstadt, viele Tapasbars (Tapas heißen hier allerdings Pinxos) umgeben von drei Hügeln und zwei Stränden. Hier kann man wirklich viele Interessen miteinander verbinden - erst surfen am Playa de Zurriola, dann auf den Urgull rauf und anschließend bummeln und essen in der Altstadt.



6. SEID NICHT NUR AM STRAND SONDERN FAHRT INS HINTERLAND!

Und ja, das reimt sich :) Die Strände und Küsten des Baskenlandes sind wirklich wunderschön. Durch die direkte Angrenzung an die Pyrenäen findet man etwas landeinwärts allerdings auch sattgrüne Hügel und die ersten bergigen Ausläufer. Dazu die wunderschönen, typisch baskischen Häuser in weiß mit roten Fensterläden.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Berg La Rhune - man kann ihn entweder zu Fuß erklimmen oder für die Faulen (wie wir) mit einer Zahnradbahn für 20€ hoch- und runterfahren. La Rhune markiert auch gleichzeitig die Grenze zu Spanien.



DON'Ts IM BASKENLAND

1. FAHRT NICHT IM AUGUST!

Jaaaaa, wir waren im August da. Neeeeiin, ich würde nie wieder im August fahren. Von meiner Zeit, als ich dort gewohnt habe, wusste ich zwar noch, dass es voll wird. Allerdings hab ich es entweder verdrängt oder es ist schlimmer geworden - die Menschenmassen sind furchtbar.

Fahrt lieber im Mai/Juni oder ab September dorthin, denn dann sind keine Ferien und ihr könnt die Gegend wirklich genießen. Der Grand Plage und die Cote de Basque in Biarritz sind wirklich brechend voll. In der Stadt findet man keine Parkplätze und man steht ständig im Stau.

Daher auch mein Tipp weiter oben, dass ihr euch alternative Strände suchen solltet. Es sei denn ihr steht auf den Sardinenstyle :) Ich habe tatsächlich dreimal den Versuch gestartet, einen Nachmittag in Biarritz bummeln oder surfen zu gehen und musste abbrechen, weil ich nach 40 Minuten zirkeln immer noch keinen Parkplatz hatte.

Ich persönlich hab lieber meine Ruhe - ergo entweder andere Zeit oder andere Strände.


2. FAHRT NICHT MIT DEM AUTO DORTHIN!

Es sei denn, ihr findet Auto fahren richtig toll oder ihr macht aus der Strecke dorthin einen Roadtrip mit mehreren Stopps. Wir sind von Berlin mit einer Zwischenübernachtung direkt nach Biarritz gefahren. Das sind knappe 2000km - von der Fahrt musste man sich wirklich erstmal erholen. Es war in dem Moment die billigste Option, weil Flüge und Leihwagen im August sehr teuer sind. Zudem hatten wir 5 Surfbretter bei. Überlegt euch das trotzdem gut, ob ihr das wirklich machen wollt - die Fahrt ist sehr anstrengend.


Fazit: Frankreich ist nicht umsonst eines beliebtesten Reiseziele der Welt. Die Landschaft ist wunderschön, das Essen der Hammer und die Menschen sind auch freundlicher geworden :) Spaß beiseite - es lohnt sich wirklich und es gibt garantiert noch weitere Trips nach Frankreich von mir.


So das war's von mir. Merci, dass du dir die Zeit genommen hast.

Au revoir :)

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